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Summary

Ernst Peter Fischer, Detlev Ganten: Die Idee des Humanen. Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz. Das Erbe der Charité

Das Wertvollste, das der Mensch besitzt, ist seine Gesundheit. Sie zu erhalten oder wieder herzustellen, ist seit jeher Ziel und Aufgabe der Medizin. Aber was gehört alles zur Gesundheit?

Da der Klappentext des hier vorgestellten Buches wirklich aussagekräftig ist, möchte ich diesen ausnahmsweise mal meiner heutigen Rezension voranstellen:

„Das moderne Verständnis von Gesundheit verdankt viel dem medizinischen Denken von Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz. Ihr 200ster Geburtstag im Jahre 2021 gibt Gelegenheit, die großartige Geschichte der beiden zu erzählen. Ihre historische Leistung wird heute von der neuen Berliner Schule und von vielen Wissenschaftlern auf der ganzen Welt […] fortgeführt, damit die Idee des Humanen auch künftig Früchte trägt.“

Ernst Peter Fischer und Detlev Ganten widmen sich in ihrem Buch „Die Idee des Humanen. Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz. Das Erbe der Charité“ nicht nur den beiden Wissenschaftler-Biografien, sondern damit auch der medizinischen Tradition der „Gesundheitsstadt Berlin“.

Nach einem Prolog zur Idee des Humanen beginnt ein spannender Ritt durch die Medizingeschichte auf kurzen 56 Seiten. Dem schließen sich die Kapitel zu Virchow und Helmholtz an, die vor allem ihre wissenschaftlichen Leistungen hervorheben, dabei aber ihre Interessen und Engagement in anderen Themen nicht vergessen. Rudolf Virchow hat sich zum Beispiel stark politisch engagiert, Helmholtz hat zu Farben und Musik geforscht. Danach geht es im Buch um die Entwicklung der modernen Medizin im 20. Jahrhundert und schließlich um die „Gesundheitsstadt Berlin“, die nach der Wiedervereinigung auf ihrer – unter anderem eben von Virchow und Helmholtz geprägten – Wissenschaftstradition aufbaute. Der Neuen Berliner Schule der Medizin und der Gesundheit ist ebenso ein eigenes Kapitel gewidmet wie dem Thema der Globalen Gesundheit bzw. der globalen Verantwortung der Medizin für die Gesundheit. Der Epilog „Die Suche nach dem Gleichgewicht“ schließt den Kreis zur nötigen Zusammenarbeit der Wissenschaften im Sinne Helmholtz‘ und bietet zugleich einen Ausblick auf die Zukunft. Schlagworte dabei sind u.a. Interdisziplinarität, Eigenverantwortung, aber auch die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Die moderne Medizin nimmt nämlich den ganzen Menschen in seiner Lebens- und Umwelt in den Blick.

Ernst Peter Fischer und Detlev Ganten haben mit „Die Idee des Humanen. Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz. Das Erbe der Charité“ ein großes Stück deutscher Wissenschaftsgeschichte abgebildet. Klug aufgebaut, mit kurzen Kapiteln, dabei ein angenehm lockerer, gut lesbarer Schreibstil – ich habe es sehr gern gelesen, dabei zwei herausragende Forscher näher kennen- und auch viel gelernt. „Die Idee des Humanen“ erschien am 19. Mai 2021 im Hirzel Verlag.

Audiobeitrag

Wolfgang Müller ist kein unbekannter in der deutschen Literaturszene. Der Schriftsteller, Filmproduzent und Jurist hat bereits mehrere Romane und Erzählungen veröffentlicht. Viele unter seinem Pseudonym Oscar Heym.

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