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Rezension: Sebastian Fitzek "Der Heimweg"

Im Oktober 2020 hat Sebastian Fitzek sein neues Werk "Der Heimweg" auf den Markt gebracht. In der folgenden Rezension erfahrt ihr mehr zum Buch.

Sebastian Fitzek mit seinem neuen Werk "Der Heimweg" (Foto: Marcus Höhn)

Sebastian Fitzeks Verlag beschreibt sein neuestes Werk als eines der düstersten, welches er geschrieben hat. Damit hat er meiner Meinung nach nicht ganz unrecht. Der Heimweg, wie sich der Psychothriller nennt, ist sicherlich nichts für jedermann. Und auch ich muss zugeben, dass ich das Buch mit Anbruch der Dunkelheit lieber beiseitegelegt habe, wenn ich allein zuhause war. Allein das Design lässt vermuten, dass es sich sicherlich nicht um ein Buch mit sonnigem Gemüt handelt: Der Einband wird komplett in Schwarz gehalten, die Schrift darauf hebt sich einzig durch ihr Glänzen ab. Selbst die Seiten sind an ihren Rändern schwarz. Im Buchdeckel wurde ein quadratisches Loch eingefügt, welches auf eine erste silbern glänzende Seite blicken lässt. Diese zeigt eine rennende Frau von hinten. Wird das Buch aufgeklappt, entsteht mit der Spiegelung der Deckelrückseite der Eindruck, die Frau würde auf einer Straße dem Ende eines Tunnels entgegenrennen.

Doch nun genug vom ersten Eindruck und weiter zu den inhaltlichen Aspekten. Der Heimweg von Sebastian Fitzek handelt von einer Frau, Klara, und einem ehemaligen Mitarbeiter der Notrufzentrale, Jules. Die beiden kommen durch das Heimwegtelefon miteinander in Kontakt. Das Heimwegtelefon, ein Service, den es tatsächlich gibt, bietet Menschen, die nachts allein unterwegs sind, die Möglichkeit, mit einem Mitarbeiter zu telefonieren, um sich sicherer zu fühlen. Kurz vor Mitternacht telefonieren Klara und Jules miteinander. Klara glaubt, von einem Psychopathen verfolgt zu werden, der sie umbringen will. Vor Wochen hatte dieser ihr Todesdatum mit ihrem eigenen Blut an die Wand des Schlafzimmers geschrieben – und dieses Datum ist nur noch einige Minuten entfernt.

Um euch nicht zu viel zu verraten, möchte in an dieser Stelle nicht mehr zum Inhalt erzählen. Aber ich kann euch sagen: Es ist gut, sehr gut sogar. Es gehört mit seinen knapp 400 Seiten definitiv zur Kategorie „Ich kann es nicht mehr aus der Hand legen und lese es deshalb an einem Tag“. Bei mir waren es 2 Tage, aber auch nur, weil es dunkel geworden ist, ihr versteht was ich meine. Abwechselnd beschreibt Fitzek die Handlung mal von Klaras und mal von Jules Position aus. Die Kapitel sind nicht allzu lang und enden meistens so spannend, dass definitiv noch ein weiteres gelesen werden muss, und dann noch eins, und noch eins. Allerdings könnte der Inhalt auch triggern, denn im Buch werden die Themen Gewalt gegen Frauen und Vergewaltigung thematisiert.

Selbst nach Ende der Geschichte lohnt es sich weiterzulesen. Der Autor äußert sich in einem Nachwort auf sehr sympathische Art und Weise zum Buch und zur Corona-Situation. Selbst die Danksagung, ein Abschnitt, den ich meistens nicht lese, ist hier einen Blick wert. Es werden nicht einfach nur Namen aufgezählt, sondern ebenso sympathisch ein paar Worte zu den Personen verloren.

Der Heimweg ist eine absolute Empfehlung für alle, deren Nerven stark genug dafür sind. Noch ein kleiner Hinweis von mir: Legt euch zum Lesen des Buches nicht auf ein Wasserbett, solltet ihr eines besitzen, ihr werdet herausfinden, warum.

Der Heimweg von Sebastian Fitzek erschien 2020 im Droemer Verlag.

 

Telefonnummer des Hilfetelefons bei Gewalt gegen Frauen: 08000 116 016 oder online.

 

Die Rezension zum Anhören

 

 

 

Hitzewellen, Dürren, Starkregen, Überschwemmungen – Extremwetterereignisse nehmen zu, und sie bedrohen nicht nur Hab und Gut, sondern auch ganz direkt unsere Gesundheit.

Unsere heutige Buchvorstellung bringt euch ein Sachbuch näher, das euch Einblicke in die Wissenschaftsgeschichte bietet und zugleich auf die künftigen Herausforderungen der Wissenschaft und der Gesellschaft aufmerksam macht.

„Wir schauen zum Himmel, um zu erfahren, woher wir kamen und wohin wir gehen werden. Es war zwar immer Angst mit im Spiel – aber auch Hoffnung. Daran hat sich seit Jahrtausenden nichts geändert.“ (S. 8)

„Noch vor 100 Jahren gab es Vorschläge, dass Vogelschwärme durch Telepathie kommunizierten oder dass das gleichzeitige Blinken von Leuchtkäferscharen auf das Blinken der Augen des Beobachters zurückzuführen sei.“ (S. 2)

Unsere heutige Buchbesprechung wendet sich an alle, die sich manchmal unfreiwillig in einem überbordenden Chaos wiederfinden und dringend Anleitung brauchen, wie sie diesem Chaos Herr werden können.