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Sebastian Fitzek: Der erste letzte Tag

Am 28. April 2021 erschien das neue Buch von Sebastian Fitzek. In der Rezension erfahrt ihr mehr darüber, ob sich das Lesen lohnt.

Sebastian Fitzek: Der erste letzte Tag

Psychothriller, Mörder und völlig unerwartete Täter – das ist das, was Fitzek-Liebhaber wohl vor allem von einem neuen Buch des Bestseller-Autoren erwarten. Doch nach seinem wohl düstersten Werk Der Heimweg folgt nun, zum Jubiläum des Verlags, sein vielleicht hellstes Werk, wie er selbst sagt. Ein erster Hinweis, dass das Buch von den typischen Fitzek-Romanen abweicht, ist bereits auf dem Cover des Buches zu finden. Neben dem Titel Der erste letzte Tag wurde auch der Schriftzug Kein Thriller darauf gedruckt.

Der Leser begibt sich also auf eine Reise, die ihm so mit Sebastian Fitzek noch nicht untergekommen ist. Vorab kann aber bereits gesagt werden, dass sich die Reise genauso sehr lohnt, wie auch bei allen bisherigen Werken. Doch worum geht es eigentlich, wenn keine Leichen und Mörder im Spiel sind? Die Geschichte beginnt am Münchner Flughafen. Dort trifft Livius Reimer auf Lea von Armin. Sofort hat er ihr gegenüber allerlei Vorurteile, doch wie das Schicksal es will, landen sie schließlich auf einem gemeinsamen Roadtrip. Dabei wollen sie all die Dinge ausprobieren, die sie machen würden, wenn sie nur noch einen Tag zu leben hätten.

In den meisten Kapiteln werden dabei die Gedanken von Livius wiedergegeben. Dies geschieht oft auf humoristische Art und Weise und erinnert im Schreibstil an die unterhaltsamen Danksagungen und Gedanken zum Buch in anderen Büchern von Sebastian Fitzek. Für einen kleinen Vorgeschmack hier ein Auszug aus der ersten Seite, als sich Livius am Flughafen befindet:

„Immerhin hat Ihnen die Dame vom Check-in mit dem »Der nächste Trottel, bitte«- Blick den Fensterwunsch erfüllt, nachdem sie eine halbe Ewigkeit auf der Computertastatur rumtippte und Sie schon befürchteten, die Frau würde Ihnen am Ende nicht die Bordkarten, sondern den Leasingvertrag für den Airbus aushändigen…“

Zudem nimmt Fitzek im Werk mehrfach Bezug auf die vorherrschende Pandemie-Situation, so heißt es beispielsweise:

„Nehmen wir einmal an, die Welt wird nicht gerade von einer Pandemie gebeutelt, und Sie sitzen in einem Flugzeug, zehn Reihen hinter der Tragfläche, obwohl Sie extra um einen Platz ganz vorne gebeten haben (weil dort die Luft besser ist und es weniger wackelt)

Alles in allem ist Der erste letzte Tag wieder einmal ein rundum gelungenes Werk von Sebastian Fitzek. Ein Buch, welches den Leser kurzzeitig die Sorgen vergessen lässt und mit auf die Reise von Livius und Lea nimmt. Aber trotzdem fehlt es nicht an einer gewissen Spannung, die dafür sorgt, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Denn eines, was der Leser auch von anderen Fitzek-Werken kennt, ist enthalten: unerwartete Wendungen.

Doch allen, die sich bisher nie an andere Werke herangetraut haben, kann ich versprechen: Vor diesem Werk müsst ihr keine Angst haben. Es passieren keine grausigen oder unheimlichen Dinge, wegen denen man nicht schlafen könnte. Außerdem ist, wie immer, im Anschluss des Buches auch das Nachwort und die Danksagung einen Blick wert, auch wenn man die normalerweise oftmals gern überspringt.

Der erste letzte Tag von Sebastian Fitzek erschien im April 2021 im Droemer Verlag.

 

Audiobeitrag

Unsere heutige Buchbesprechung wendet sich an alle, die sich manchmal unfreiwillig in einem überbordenden Chaos wiederfinden und dringend Anleitung brauchen, wie sie diesem Chaos Herr werden können.

Die Corona-Pandemie hat viele Baustellen unserer Gesellschaft schonungslos offen gelegt, unter anderem auch im Bildungswesen. Schulschließung, Homeschooling unter Pandemiebedingungen und mit mehr oder weniger guten Voraussetzungen. „Schule weiter denken. Was wir aus der Pandemie lernen“ beschäftigt sich genau damit.

Berlin 1922: Mord, Betrug, Drogenhandel, Juwelendiebstähle, Zeugen die lügen und mittendrin Kommissar Gunther Hartman, Polizeiassistentin Rosalie Menzel und die Leser*innen.

„Einer muss doch schließlich damit anfangen. Was wir sagten und schrieben, denken ja so viele. Nur wagen sie es nicht, es auszusprechen.“

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