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Summary

Tom Krausz: Aves / Vögel. Charakterköpfe. Mit Texten von Elke Heidenreich und Urs Heinz Aerni

Was macht einen Vogel aus? Flügel natürlich.

Was macht einen Charakterkopf aus? Das Gesicht.

In „Aves/Vögel“ verzichtet Fotograf Tom Krausz ganz bewusst darauf, Vögel wie üblich abzulichten, also mitsamt ihren Flügeln, im Flug oder bei der Balz. Stattdessen porträtiert er sie, wie man ein Wesen mit Charakter, mit Ausdruck, mit einem Verständnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ablichten würde. Die Vergangenheit der meisten dieser Vögel ist: Freiheit. Die Gegenwart: oft genug ein Platz auf der Liste der bedrohten Arten oder auf der Anwärterliste für diese. Die Zukunft: ungewiss, doch nicht sehr rosig.

Insgesamt 65 Vogelarten sind in diesem Buch in Schwarzweißfotografien abgelichtet, allesamt ausdrucksstark und beeindruckend, jedes Bild, jeder Vogel ganz individuell. Ergänzt werden die wunderschönen Fotografien durch Texte, oder vielmehr: Geschichten von Elke Heidenreich und Urs Heinz Aerni, die mal nachdenklich, mal heiter, leichtfüßig und überhaupt immer sympathisch-persönlich herüber kommen, humorvoll und kritisch. So schreibt Elke Heidenreich über Pinguine:

„diese sonderbaren Tiere, die wie Vögel aussehen, aber nicht fliegen können, die tief tauchen, aber keine Fische sind, die einen Anzug tragen, aber irgendwie fehlt die Aktentasche.“

Die Vögel sind nach ihrer jeweiligen Art der Nahrungssuche gruppiert, und zu jedem gibt es einen kleinen Steckbrief: Merkmale, Vorkommen, Lebensweise – und Status auf der IUCN, der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature. Viele der abgebildeten Vögel sind bereits jetzt vom Aussterben bedroht. In seinem Essay „Der erste und der letzte Blick“ schreibt Prof. Dietmar Schmidt: „Die Vogelbeobachtung macht deutlich, wie rar und glücklich die Anblicke der Tiere in der Natur sind.“ Wie lange die hier versammelten Vogelarten überhaupt noch in der Natur gefunden werden können, liegt in der Hand des Menschen.

Der Bildband „Aves / Vögel. Charakterköpfe“ ist eine wundervolle Zusammenstellung geflügelter Individuen, die uns durch Tom Krausz‘ Portraits auf Augenhöhe begegnen und durch die Texte von Elke Heidenreich und Urs Heinz Aerni als Charaktere näher bekannt gemacht werden.

„Aves / Vögel. Charakterköpfe“ erschien 2020 im Dölling und Galitz Verlag.

Audiobeitrag

„Als ich den Hang erreiche und an der leeren, trockenen Felsstelle keine Bäume mehr als Hindernis vor mir habe, öffnet sich über meinem Kopf der ganze Sternenhimmel.“

Am Beginn der Aufklärung, auf einer abgelegenen Insel, träumt ein kleiner Junge vom Wissen. So beginnt „Die Himmelskugel“ von Olli Jalonen. Natürlich nicht wortwörtlich so, aber inhaltlich.

Ganz frisch im Dudenverlag erschienen ist „Jetzt lerne ich sprechen. Die Sprachentwicklung von Kindern verstehen und fördern“ von Ursula Günster-Schöning.

Die junge Quinn kommt nach Nanaimo, um an der Vancouver Universität ihr Studium anzutreten. Quinn ist jedoch nicht wie jede 18-Jährige. Sie ist Waise und hat in ihrem Nacken, seit sie drei Jahre alt ist, ein Tattoo und weiß nicht warum sie es hat oder woher es stammt. Nur eines weiß sie, dass sie ständig von Visionen und Wutausbrüchen begleitet wird.

„Das sagt man nicht“ haben wir sicher alle als Kinder mehr oder weniger oft gehört. Was aber wäre, wenn das, was man nicht sagen soll, die Wirklichkeit verändern könnte? Was, wenn manche Worte verboten wären, weil sie Menschen krankmachen, sogar töten könnten? Und wie sähe eine solche Welt aus?

Seit beinahe einem Jahr ächzt Deutschland, wie die ganze Welt, unter den Folgen der Corona-Pandemie. Neben unzähligen Opfern, Lockdown-Varianten und den Folgen hat sich in dieser Zeit eines noch einmal ganz deutlich gezeigt: Der große Einfluss der Alternativmedizin auf die Wahrnehmung von Wissenschaft – und dessen Wirkung auf die Gesellschaft.